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Leistungsturnerinnen des TV Crumstadt bei den Gaueinzelmeisterschaften am Start

von Dieter Ruckelshausen

Michelle Staudinger gelingt die Qualifikation für das Hessische Landesjugendfinale 

Am Samstag, 16. März, starteten sieben Turnerinnen des TV Crumstadt bei den Gau-Einzelmeisterschaften des Turngau Main-Rhein in die diesjährige Wettkampfsaison.Zu den Meisterschaften, die in drei Durchgängen mit insgesamt 14 nach Altersstufen und Leistungsklassen getrennten Wettkampfklassen ausgetragen wurden, waren 286 Turnerinnen gemeldet worden, was einen erneuten Melderekord gegenüber den Vorjahren darstellt.

Bereits im ersten Durchgang am frühen Morgen wurde es spannend. Hier konnte sich die elfjährige Michelle Staudinger berechtigte Hoffnungen auf die erneute Qualifikation für das Hessische Landesfinale machen, das sie im vergangenen Jahr durch den Gewinn der Gaumeisterschaft im Qualifikationswettkampf der Pflichtstufe P5 erreicht hatte. Doch musste sie in diesem Jahr in der nächst höheren Schwierigkeitsstufe P6 der Jahrgänge 2001 und 2002 antreten, in der sie als eine der jüngeren Mädchen gegen viele ein Jahr ältere und in der Schwierigkeitsstufe bereits erfahrene Turnerinnen antreten musste.

Doch zeigte Michelle bereits an ihrem ersten Gerät, dem Stufenbarren, ihre Klasse und erhielt mit 15,850 von 16,000 zu erreichenden Punkten die höchste Wertung des Tages. Auf Grund einiger kleinerer Unsicherheiten am Balken und hoher Wertungen ihrer Konkurrentinnen am Boden, wurde es im Verlauf des Wettkampfes noch einmal spannend, so dass ihre letzte Übung, der Überschlag über den Sprungtisch, die Entscheidung bringen sollte. Hier zeigte Michelle bereits in ihrem ersten Versuch einen toll ausgeführten Überschlag, für den sie eine Wertung erhielt, die deutlich über der aller anderen Turnerinnen lag. Im zweiten Versuch zeigte sie dann einen nahezu perfekten Sprung, der durch das Kampfgericht mit der sehr selten vergebenen „Traumnote“ der maximal zu erreichenden 16,000 Punkte honoriert wurde. Damit sicherte sie sich souverän die Goldmedaille, die gleichzeitig die erneute Qualifikation für das am 11. und 12. Mai in Mörlenbach stattfindende Hessische Landesjugendfinale (ehemals Hessische Meisterschaften und Hessische Finalwettkämpfe genannt) bedeutet.

Im selben Durchgang startete auch Pauline Müller im Rahmenwettkampf der Jahrgänge 1999 und 2000 in ihren ersten Wettkampf mit Übungen der Schwierigkeitsstufe P6. Pauline merkte man die geringere Wettkampferfahrung deutlich an, so dass sie leider nicht ganz an ihre Trainingsleistungen anknüpfen konnte und am Ende auf dem 27. Platz der 44 gemeldeten Turnerinnen landete.

Im dritten Durchgang, der erst spät am Nachmittag begann, starteten die anderen Crumstädter Turnerinnen in drei verschiedenen Wettkämpfen.

Im Rahmenwettkampf 13 der Schwierigkeitsstufen P3-P5 der Jahrgänge 2001 und 2002 waren insgesamt 63 Turnerinnen gemeldet worden. Innerhalb dieses großen Teilnehmerfeldes turnten Johanna Kunzi, Julia Heckmann und Emma Taylor ihren ersten Wettkampf mit Übungen der Schwierigkeitsstufe P5 an allen vier Geräten. Leider schlichen sich mit fortschreitender Zeit auch einige Fehler in den teilweise ordentlich geturnten Übungen ein, so dass die Mädchen die Plätze 37, 40 und 45 erreichten.

Nachdem Kathrin Salm im vergangenen Jahr im Rahmenwettkampf Platz 2 erreicht hatte, trat sie in diesem Jahr in einem Qualifikationswettkampf der Schwierigkeitsstufen P6-P7 der Jahrgänge 1999 und 2000 an. Leider litt sie noch an Schmerzen durch einen Sturz im Training vor einer Woche, so dass sie ihre Übungen nicht wie gewohnt turnen konnte und zum Teil auch Elemente auslassen musste. Daher war für sie in dem starken Teilnehmerfeld am Ende keine bessere Platzierung, als der 15. Platz möglich.

Katharina Schumacher startete in einem weiteren Qualifikationswettkampf in den höheren Pflichtstufen P7 bis P9 der Jahrgänge 1996 und jünger. Nach einem tollen Überschlag mit zwei halben Schrauben über den Sprungtisch, für den sie die drittbeste Wertung erhielt und einer ordentlichen Übung an ihrem Paradegerät, dem Stufenbarren, zeigte sie leider ein paar Schwächen beim Flick-Flack am Boden und musste am Balken einmal unfreiwillig „absteigen“, was jeweils wertvolle Punkte kostete. So landete sie am Ende auf dem ordentlichen 5. Platz in ihrem Wettkampf.

Letztendlich konnten dennoch alle Mädchen stolz auf ihre erbrachten Leistungen sein, und wohlverdient ihre Urkunden bei der Siegerehrung in Empfang nehmen, die für den dritten Durchgang erst um 21.30 Uhr zu Ende gegangen ist.

Egebnisse ...

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